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24. Juni 2026

Blended Intensive Programme 2026: Ergotherapie-Studierende der FH Salzburg entwickeln Projekte für vulnerable Gruppen in Portugal

Im Rahmen des Erasmus+-geförderten Blended Intensive Programme (BIP) Go4EOT – Go for European Occupational Therapy reisten Studierende des Studiengangs Ergotherapie der FH Salzburg im Mai 2026 nach Estoril/Cascais in Portugal. Gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden aus Österreich, Belgien, Portugal, Schweden, Norwegen und Zypern arbeiteten sie an innovativen Projektideen zur Förderung von Teilhabe, Inklusion und Betätigungsgerechtigkeit.

Das internationale Programm verbindet virtuelle Lernphasen mit einer intensiven Präsenzwoche und verfolgt das Ziel, angehende Ergotherapeuten für gesellschaftliche Herausforderungen und die Bedürfnisse vulnerabler Bevölkerungsgruppen zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt standen Fragen der Betätigungsgerechtigkeit sowie die Entwicklung praxisnaher Lösungsansätze für Menschen, die aufgrund sozialer, gesundheitlicher oder gesellschaftlicher Faktoren in ihrer Teilhabe eingeschränkt sind.

Internationale Perspektiven für Inklusion und Selbstbestimmung

Während der Vorbereitungsphase analysierten die Studierenden nationale Rahmenbedingungen, führten Literaturrecherchen durch und setzten sich mit unterschiedlichen Zielgruppen auseinander. In der Präsenzwoche in Portugal wurden diese Erkenntnisse gemeinsam mit internationalen Teams weiterentwickelt und in konkrete Projekte überführt. Durch Workshops, Exkursionen und den Austausch mit lokalen Akteur entstanden kreative Konzepte zur Förderung von Inklusion, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Die abschließende Präsentation der Projektideen zeigte eindrucksvoll, wie Ergotherapie auf individueller, gesellschaftlicher und politischer Ebene dazu beitragen kann, Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zu fördern.

Mehr als ein Studienprojekt: Prägende Erfahrungen im europäischen Austausch

Für die Studierenden der FH Salzburg war die Teilnahme am Go4EOT-Projekt nicht nur eine fachliche Bereicherung, sondern auch eine prägende persönliche Erfahrung. Das Programm bot den Studierenden die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen zu stärken, internationale Netzwerke aufzubauen und die Rolle der Ergotherapie im europäischen Kontext neu zu reflektieren.

„Die Zeit während der Go4EOT Woche in Portugal hat uns gezeigt, dass die besten Erfahrungen oft außerhalb der eigenen Komfortzone entstehen. Wir haben nicht nur unser Wissen über Occupational Science vertieft und tolle Menschen kennengelernt, sondern auch mehr Vertrauen in unsere eigenen Stärken gewonnen!“

Silvia Martins, Lehrende an der ESSAlcoitão, organisierte gemeinsam mit ihrem Team ein eindrucksvolles Rahmenprogramm: Ein inklusiver Surfworkshop gemeinsam mit Teilnehmer*innen mit körperlichen Beeinträchtigungen, ein Besuch im Café Joyeux – einem Arbeitsplatz für Menschen mit kognitiven bzw. intellektuellen Einschränkungen – sowie die Besichtigung einer Tagesstätte für langzeitarbeitslose und wohnungslose Menschen boten vielfältige Einblicke in unterschiedliche Handlungsfelder der Ergotherapie.

Die Studierenden konnten dabei erleben, wie Betätigung als Mittel zur Förderung von Teilhabe, Selbstwirksamkeit und sozialer Inklusion eingesetzt wird. Besonders der direkte Austausch mit den beteiligten Menschen ermöglichte es, theoretische Konzepte wie Betätigungsgerechtigkeit, Empowerment und klientenzentriertes Arbeiten in realen Lebenswelten zu beobachten und zu reflektieren.